02.11.2026

Von der Mehlmühle zum fertigen Brot:
Zu Besuch in der
Lehrbäckerei der
ČZU Prag

Am Bildungszentrum für die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte lernen Studierende das Bäckerhandwerk von Grund auf. Es gehört zur  Česká zemědělská univerzita v Praze (ČZU), zu Deutsch der Tschechischen Universität für Agrarwissenschaften Prag. Organisiert und begleitet wurde unser Besuch dort von unserem Vertriebspartner Ten Art Stroje, dem wir für die Einladung und die Betreuung vor Ort herzlich danken.

 

Handwerk lernen, Schritt für Schritt
Geleitet wird die Lehrbäckerei von Petr Hávka. Bei ihm lernen die Studierenden den gesamten Weg vom Mehl bis zum fertigen Produkt, von süßem Gebäck über Brötchen bis hin zu Brot und Baguette. Organisiert ist das in wöchentlichen Gruppen: Maximal sieben Studierende arbeiten pro Woche in der Bäckerei. Insgesamt durchlaufen jährlich rund 150 bis 200 Studierende diesen Fachbereich. Sie belegen Studiengänge in Ernährung und Lebensmitteltechnologie und arbeiten später zum Beispiel als Ernährungstherapeutinnen und -therapeuten oder als Lebensmitteltechnologinnen und -technologen.
Was Hávka an seiner Arbeit besonders schätzt, ist die Abwechslung: Jede Woche, jeden Monat lernen die Studierenden etwas Neues, und auch er selbst entwickelt fortlaufend neue Produkte. Im Mittelpunkt steht dabei die Qualität, ebenso wie die Arbeit mit den Menschen, die ihm besonders viel Freude bereitet.
Für das Bäckerhandwerk war Wissen laut Hávka schon immer zentral, entwickelt sich aber ständig weiter, aktuell vor allem in Richtung Qualität. Immer mehr Menschen interessieren sich für Bio-Produkte und gesunde Ernährung, wodurch das Handwerk zunehmend moderner wird. Besonders freut ihn dabei, dass die junge Generation sich aktiv weiterentwickeln möchte.

 

Mehr als nur Backen
Die Lehrbäckerei ist aber nur ein Teil des Bildungszentrums für die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte. Studierende lernen dort sämtliche Techniken der Lebensmittelverarbeitung kennen. Im sensorischen Labor werden Sinne und Analysefähigkeit geschult, etwa für Konsistenzen und Gerüche. In den Bereichen für Milch und Fleisch dreht sich alles um Viehzucht, dort entstehen unter anderem Käse und Wurst. Obst und Gemüse aus dem hochschuleigenen Garten werden nach der Ernte eingelegt oder zu Saft verarbeitet, und sogar eine eigene Brauerei gehört zum Zentrum. Alle Erzeugnisse der Studierenden lassen sich anschließend im Uniladen kaufen.

 

Auf DEBAG-Technik in die Zukunft
Gebacken wird in der Lehrbäckerei auf DEBAG-Technik, mit Stikkenofen und Etagenofen. Für uns ist das ein schöner Moment: Die ersten eigenen Backversuche der Studierenden entstehen mit uns. Wenn junge Menschen ihr Handwerk hier von Grund auf lernen und dabei mit DEBAG in Berührung kommen, macht uns das stolz, denn auch darin sehen wir unseren Beitrag zur nächsten Generation von Bäckerinnen und Bäckern.

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